Beerfelde – Energiepark der Zukunft

Windenergie, Batteriespeicher und eigenes Umspannwerk verbinden sich zu einem integrierten Energiesystem

Die Energieversorgung verändert sich. Künftig wird es nicht mehr nur darum gehen, Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Entscheidend ist, wie dieser Strom gespeichert, verteilt und zuverlässig bereitgestellt werden kann. Der Energiepark Beerfelde zeigt, wie das gelingen kann: Windpark, Batteriespeicher und eigenes Umspannwerk greifen wie Zahnräder ineinander und bilden ein integriertes Energiesystem. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Windenergie effizient genutzt, das Stromnetz entlastet und erneuerbare Energien so flexibler verfügbar werden. Beerfelde steht damit für eine neue Generation von Energieprojekten – und für die Energieversorgung von morgen.

Erzeugen. Speichern. Vernetzen

In Beerfelde kommt alles zusammen

Mit dem Projekt im Landkreis Oder-Spree plant PNE die Errichtung eines Windparks mit einer Leistung von rund 98 MW. Ergänzt wird dieser durch einen Grünstromspeicher mit 30 MW Leistung und 60 MWh Speicherkapazität sowie ein eigenes Umspannwerk. 

Zum Einsatz kommen 14 Windturbinen, die zu den ertragsstärksten Onshore-Anlagen in Europa gehören. Damit ist der Energiepark bislang eines der größten Projekte in Deutschland, bei dem Windenergie und Speicher zusammenentwickelt werden. Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten entsteht ein System, das die vorhandene Netzanschlusskapazität besonders effizient nutzt und zusätzliche Flexibilität für die Stromversorgung schafft.

Warum ein Speicher?

Flexibilität für das Energiesystem

Weil Strom genau dann verfügbar sein sollte, wenn er gebraucht wird. Denn Batteriespeicher ermöglichen es, die Stromeinspeisung zeitlich zu verschieben, Sie nehmen elektrischen Strom auf, speichern ihn und geben ihn ab, wenn er benötigt wir. So integrieren sie erneuerbare Energien effizient in das Energiesystem.

Der Speicher ...
 

  • macht Windstrom flexibler nutzbar
  • reduziert Netzengpässe
  • verbessert die Systemeffizienz
  • verringert Abregelungen
  • erhöht den wirtschaftlichen Nutzen
  • nutzt bestehende Netzinfrastruktur besser
  • stärkt die Versorgungssicherheit

Über die Energieanlagen

Die PNE AG projektiert leistungsstarke Anlagen

Die nachfolgend genannten Spezifikationen sind unter Vorbehalt zu verstehen und können sich im weiteren Projektverlauf ändern:

Windenergieanlagen (WEA):

  • Anzahl: 14
  • Typ: Enercon E175
  • Rotordurchmesser: 175 m
  • Nabenhöhe: 162 m / 175 m
  • Gesamthöhe: 250 m / 262 m
  • Nennleistung je WEA: 7 MW
  • Gesamtnennleistung: 98 MW

 

Batteriespeicher:

  • Speicherkapazität: 70,21 MWh
  • Gesamtleistung: 32,2 MW

 

Umspannwerk:

  • Typ: Doppel-Umspannwerk
  • Trafohersteller: GE Grid
  • Leistung: 2 × 63/80 MVA
  • Gebäudehersteller (Betriebsgebäude und Trafostände): Gräper

 

Mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 276.400MWh können die Anlagen etwa 74.300 Drei-Personen-Haushalte1 versorgen und dabei jährlich rund 210.000 Tonnen CO₂e-Emissionen2 einsparen.


1 Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
2 Quelle: Umweltbundesamt, Emissionsbilanz Erneuerbarer Energien 2024

Aktueller Projektstatus

Die Projektphasen auf einen Blick

Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über den aktuellen Projektstatus des geplanten Windparks.

Sicherung der Flächen
Genehmigung beantragt
Genehmigung erhalten
Ausschreibung
Bauvorbereitung
Anlieferung & Errichtung

Umwelt- und Naturschutz

Ausgleich für Umwelt, Mensch und Natur

Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz spielen bei der Genehmigung unserer Projekte eine wichtige Rolle. Schon bei der Standortwahl berücksichtigen wir sensible Lebensräume, wie zum Beispiel Vogelzugrouten. Darüber hinaus werden notwendige Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten umgesetzt. Eingriffe in Natur und Landschaft werden bei unseren Projekten somit vollständig ausgeglichen.

Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten:
Die Windenergieanlagen in Beerfelde werden über eine automatische Schattenabschaltung sowie eine Fledermaus- und Vogelabschaltung verfügen. Zusätzlich werden nachtaktive Arten durch die Installation einer Bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung (BNK) vor einer theoretischen Blendwirkung geschützt. Darüber hinaus wird im gesamten Windpark eine halbautomatische Mahderkennung eingesetzt, die bei Bewirtschaftungsereignissen eine automatische Abschaltung der Windenergieanlagen veranlasst.

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen:
In enger Zusammenarbeit mit unabhängigen Naturschutzgutachtern sowie den zuständige Fachbehörden (z.B. Naturschutz, Forst) haben wir alle möglichen Auswirkungen des Windparks Beerfelde berücksichtigt, sorgfältig abgewogen und wirksame Maßnahmen zum Schutze der Umwelt ermittelt. Die Gutachten bestätigen, dass die Vorhaben den naturschutzrechtlichen Anforderungen entsprechen. 

Maßnahmen zur Immissionsreduktion:
Selbstverständlich werden bei den Windenergieanlagen die maximal zulässigen Richtwerte für Schall und Schlagschatten eingehalten. Zur Vermeidung von Eiswurf verfügt die Anlage über Eiserkennungssysteme. Wird eine Vereisung festgestellt, wird die Anlage gestoppt und der Rotor zum Stillstand gebracht.

Regionale Wertschöpfung

Die Kommunen und ihre Menschen sind uns wichtig

Uns ist es wichtig, unsere Vorhaben gemeinsam mit den Menschen vor Ort umzusetzen.

Regionale Wertschöpfung erfolgt bei uns durch verschiedene und individuelle Konzepte. So versuchen wir zum Beispiel, lokale Unternehmen zu involvieren – ob für Bau- oder Grünpflegearbeiten –, um so auch Wertschöpfung in der Region vor Ort zu generieren.

Wir begrüßen es sehr, dass mit § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2023 die Möglichkeit geschaffen wurde, Kommunen im Umkreis von 2,5 Kilometern um den Turmmittelpunkt jeder Windenergieanlage finanziell am Betrieb zu beteiligen. Es gehört daher zu unserem Selbstverständnis, den betroffenen Kommunen einen freiwilligen Betrag in Höhe von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde anzubieten. Voraussetzung für die kommunale Beteiligung nach dem EEG 2023 ist die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen im jeweiligen Projekt. Darüber hinaus werden auf die umliegenden Gemeinden gemäß des brandenburgische Windenergieanlagenabgabengesetztes 5.000 € je installiertem MW ausgezahlt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden

Projekthistorie und -zukunft

März 2026
Genehmigungserhalt Windpark

Die Genehmigung für den Windpark nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) wurde im März 2026 ausgestellt.

Mai 2026
Tender-Teilnahme

Das Projekt erhält den Zuschlag in der Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land am 1. Mai 2026.

September 2026
Einreichung Genehmigungsantrag Batteriespeicher

Die Einreichung des Genehmigungsantrags für das Batteriespeichersystem ist im September 2026 vorgesehen.

Oktober 2026
Baubeginn Windpark

Die Bautätigkeiten für den Windpark wurden im Oktober 2026 aufgenommen.

2028
Geplante Inbetriebnahme

Im Jahr 2028 soll das Projekt den Betrieb aufnehmen und grünen Strom ins Netz einspeisen.

Ihre Ansprechpartner

Wir legen großen Wert auf einen ehrlichen, transparenten und verlässlichen Dialog. Unser Ziel ist es, alle Bürgerinnen und Bürger sowie politischen Akteure und Akteurinnen in unser Zukunftsprojekt einzubinden und sich auf Augenhöhe auszutauschen. 

Bei Fragen oder Anregungen rund um den Energiepark Beerfelde können Sie sich gerne an die auf dieser Webseite angegebenen Ansprechpartner wenden. 

Erfahren Sie mehr über die PNE AG und unsere Arbeit als Clean Energy Solutions Provider.

Unsere Antworten auf häufige Fragen

FAQ

In einer Welt, die verstärkt nach nachhaltigen Energiequellen sucht, spielen erneuerbare Energien eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von CO2-Emissionen und der Bereitstellung sauberer Energie. Wir beantworten häufige Fragen rund um die Entwicklung, Planung und den Betrieb von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien.

Haben Sie Fragen?
Alexander Hübner
Projektentwicklung
Dr. Ingrid Schleper
Hybrid Projects