
Mythos: Die Anlagen stehen immer still
Fakt ist: Wären Windenergieanlagen durchgehend in Betrieb, könnten sie allein etwa ein Viertel der Stromerzeugung in Deutschland decken. Tatsächlich gibt es jedoch zahlreiche Gründe, warum Anlagen vorübergehend abgeschaltet werden. Ein Grund kann sein, dass z. B. bei starkem Wind zu viel Strom ins Netz eingespeist wird oder ein Überangebot an fossilem Strom die Netze blockiert. Auch Wartungsarbeiten und Reparaturen können zu zeitweiligen Abschaltungen führen. Ebenso führen Auflagen der Genehmigungsbehörden dazu, dass die Windenergieanlagen zeitweise stillstehen, etwa um Schlagschatten zu verhindern. Denn: Windenergieanlagen dürfen bei tiefstehender Sonne nicht länger als 30 Minuten am Tag Schatten auf anliegende Wohngebäude werfen. Auch Naturschutzgründe spielen eine Rolle, etwa der Schutz von Vögeln und Fledermäusen während der Brut- und Ausflugzeiten. In diesem Fall können die Abschaltzeiten durch den Einsatz moderner Systeme wie z. B. Antikollisionssysteme (AKS) minimiert werden. Beim Einsatz von AKS werden die Anlagen nur im Bedarfsfall, d. h. bei Annäherung eines Vogels, abgeschaltet.
Quellen:
https://www.enbw.com/unternehmen/themen/windkraft/warum-windraederstillstehen.html
https://www.stadtwerke-osnabrueck.de/blog/2023/10/23/6-gruende-warumwindraeder-manchmal-stillstehen/
https://www.windkraft-journal.de/2024/05/08/warum-schalten-windkraftanlagen-beiwind-ab/200095