Batteriespeicher bei PNE

Flexibilität für die Energiewende

Bei PNE sehen wir Batteriespeicher (auch oft bezeichnet als BESS = Battery Energy Storage System) als einen zentralen Baustein für ein stabiles, flexibles und effizientes Energiesystem. Batteriespeicher ermöglichen es, die Stromeinspeisung zeitlich zu verschieben, erneuerbare Energien effizient in das Energiesystem zu integrieren und Energieprojekte insgesamt robuster aufzustellen.

Bei der Entwicklung von Batteriespeichern verfolgen wir einen klaren Ansatz: Wir prüfen bereits im Rahmen der Entwicklung unserer Windenergie- und Photovoltaikprojekte die Integration von Batteriespeichern und entwickeln so zunehmend hybride Lösungen, in denen Erzeugung und Speicherung miteinander verbunden werden. 

Ein wesentlicher Vorteil ist unsere eigene Infrastruktur. Mit PNE-eigenen Umspannwerken verfügen wir über ideale Anbindungspunkte und können gleichzeitig hybride Lösungen entwickeln.

Energie speichern und gezielt einsetzen

Wie funktionieren Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher ist eine Anlage, mit der wir elektrischen Strom aufnehmen, speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgeben können.

In der Praxis bedeutet das: Wir nutzen Speicher gezielt, um Strom dann aufzunehmen, wenn viel Energie im Netz verfügbar ist, und ihn dann bereitzustellen, wenn die Nachfrage steigt. Damit entlasten wir das Stromnetz und schaffen neue Vermarktungsmöglichkeiten. 

Warum sind Batteriespeicher entscheidend für die Energiewende?

Flexibilität für erneuerbare Energien

Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne ist schwankend, denn grüner Strom ist wetter- und tageszeitabhängig und wird nicht immer dann produziert, wenn dieser benötigt wird. 

Beispiel Sonnenenergie: Tagsüber scheint die Sonne und viele PV-Anlagen speisen gleichzeitig ein. Der Strombedarf steigt allerdings am Abend. Batteriespeicher können die überschüssige Energie aus den Mittagstunden in die Abendstunden verschieben.

Batteriespeicher schaffen hier den notwendigen Ausgleich, indem sie:

  • Stromeinspeisung zeitlich verschieben
  • kurzfristig auf Netz- und Preissignale reagieren
  • Abregelungen von Wind- und PV-Anlagen reduzieren


Damit sind Batteriespeicher für uns nicht nur eine Ergänzung bestehender Technologien, sondern ein fester Bestandteil eines zukunftsfähigen Energiesystems. Sie sind die logische Erweiterung unseres Portfolios und ein entscheidender Hebel, um Projekte systemdienlich auszugestalten. In Kombination mit Wind- und Photovoltaikanlagen lassen sich Batteriespeicher effizient in integrierte Projektstrukturen einbinden.

Mehrwert von Batteriespeichern

Stabilität und Flexibilität sichern

Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien wächst der Bedarf an Flexibilität:

  • Batteriespeicher leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Erzeugung und Verbrauch in Einklang bringen und kurzfristig auf Veränderungen im Stromsystem reagieren.
  • Sie stabilisieren das Netz, ermöglichen die Bereitstellung von Netzdienstleistungen und tragen dazu bei, dass weniger Strom aus erneuerbaren Energien abgeregelt werden muss.
  • Durch ihren vergleichsweise geringen Flächenbedarf lassen sie sich gut in bestehende Infrastruktur integrieren, etwa im Umfeld von PNE-eigenen Umspannwerken oder Anlagen für erneuerbare Energien.


Auf diese Weise unterstützen wir bei PNE eine effizientere Nutzung vorhandener Erzeugungskapazitäten.

Häufige Fragen zu Batteriespeichern

Batteriespeicher können sowohl eigenständig als auch in Kombination mit Wind‑ und PV‑Projekten umgesetzt werden.

Häufig werden sie in der Nähe bestehender Infrastruktur wie Umspannwerken oder gemeinsam mit Energieanlagen errichtet, um vorhandene Netzanschlüsse und Kapazitäten effizient zu nutzen.

Der Entwicklungsprozess von Batteriespeichern ist grundsätzlich vergleichbar mit dem von Wind- und PV-Projekten. 

Typische Schritte sind:
 

  • Standortidentifikation und Flächensicherung
  • Netzanschlussanfrage
  • Genehmigungsplanung
  • Bau und Inbetriebnahme 

Der Flächenbedarf ist vergleichsweise gering – selbst größere Speicher benötigen in der Regel weniger als einen Hektar Fläche.

Ein Batteriespeicher besteht typischerweise aus:
 

  • Batteriemodulen (Speicher)
  • Wechselrichtern, bzw. Leistungselektronik
  • Transformatoren und Netzanschlusstechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik

Moderne Batteriespeicher verfügen über umfangreiche Sicherheits- und Überwachungssysteme. Klare technische Standards sowie definierte Betriebs- und Rückbaukonzepte sorgen dafür, dass sie sicher in bestehende Strukturen integriert werden können. Zudem liegt der Planung ein Brandschutzkonzept zugrunde, das sich mit brandschutzspezifischen Risiken auseinandersetzt. 

Ein Batteriespeicher wird in der Regel durch zwei zentrale Größen beschrieben:

Leistung: Sie beschreibt, wie viel Energie ein Speicher zu einem bestimmten Zeitpunkt aufnehmen oder abgeben kann. Die Einheit dafür ist MW (Megawatt).

Speicherkapazität: Sie beschreibt, wie viel Energie insgesamt gespeichert werden kann. Die Einheit dafür ist MWh (Megawattstunden).

Ein Speicher mit 10 MW / 40 MWh kann beispielsweise vier Stunden lang eine Leistung von 10 MW bereitstellen.

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Dr. Ingrid Schleper
Hybrid Projects